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OSTASLI III – VORBEREITUNGSTREFFEN IN SARAJEVO

srebrenica

Vom 08. bis 12. November 2016 waren Medienpädagog*innen von Radio F.R.E.I. und Mitarbeiter*innen von Arbeit und Leben Thüringen e.V. zu einem Fachkräfteseminar in Sarajevo.  Anlass war die Vorbereitung eines erneuten Jugendaustausches – diesmal in Erfurt (Deutschland), Sarajevo (Bosnien und Herzegowina)  und Kruševac (Serbien).

Bereits in den vergangenen Jahren organisierten Radio F.R.E.I. und Arbeit und Leben Thüringen e.V.  binationale Radioprojekte in Sarajevo und Erfurt. Unter dem Titel „Ostali – den Anderen eine Stimme geben“ (2013/2014) und „Ostali II – die Anderen kennenlernen“ (2015) lernten  jeweils zehn Jugendliche die Partnerländern und deren Geschichte unter dem Gesichtspunkt  „Diskriminierung gestern und heute“ kennen. Gefördert wurden die Radioprojekte im Programm  für interkulturelle Jugendprojekte „Europeans for Peace“ der Stiftung „Erinnerung Verantwortung Zukunft“.

Im kommenden Jahr soll diese Zusammenarbeit nun erweitert werden. Mit dem „Youth Theatre“ in Kruševac , dem eFM Studentski  Radio sowie dem CKMD (Zentrum für kulturelle und mediale Dekontamination, beides in Sarajevo) konnten huerfür neue Partner gefunden werden,

 

OSTALI II – DIE ANDEREN KENNENLERNEN

Zehn Jugendliche aus Bosnien und Herzegowina und zehn Jugendliche aus Deutschland trafen sich im März/April 2015 in Erfurt und Sarajevo um sich gemeinsam auf eine journalistische Suche zu begeben.

Mit Hilfe des § 2 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wollten sie den Ursachen und Folgen von Diskriminierungen auf die Schliche kommen. Der Fokus lag dabei auf der Frage „Gibt es eine Diskriminierung von jungen Menschen?“ Dafür sprachen die Jugendlichen mit Partizipationsaktivisten, Jugendbauprojekten, Journalisten und NGOs. In einer gemeinsamen, zweisprachigen Radiosendung ist das Ergebnis ihrer Suche nun hier zu hören.

Zu Beginn befragten die Jugendgruppen die jeweilige Bevölkerung der beiden Städte,
was in ihren Augen Diskriminierung sei…

Erfurt:


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Sarajewo:


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…und ob in ihren Augen Jugendliche diskriminiert werden:


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Während der ersten gemeinsamen Woche in Erfurt führten die Jugendlichen verschiedene Interviews
zum Thema Diskrimierung von Jugendlichen und besuchten unterschiedliche Einrichtungen, die demokratische Alternativen bieten.

Jugendrechtshaus Erfurt:


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Saline 34:


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Jugendwiderstand in der NS-Zeit:


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Gedenk-und Bildungsstätte Andreasstraße zu Jugend in der DDR:


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In der zweiten Woche in Sarajewo sprach die Projektgruppe unter anderem mit einer Schülervertretung (ASUBiH),
einer Redaktion einer Zeitschrift (Karike), die sich mit gesellschaftlichen Themen und Problemen alternativ zu den
großen Medien beschäftigt und einer Videogruppe (CKMD).

ASUBiH:


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CKMD:


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Einer der Teilnehmenden des Projektes, Denis Gigo Hadzic, erklärt was für ihn Diskriminierung ist:


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Die gesamte Ergebnissendung wird ab August 2015 im Programm von Radio F.R.E.I. gesendet.

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Auch die Thüringische Landeszeitung berichtete über das Projekt:

http://www.tlz.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Bosnische-und-Erfurter-Journalisten-produzieren-zweisprachig-fuers-Radio-1755034206

DEZEMBER-AUSGABE DER SENDUNG „DemoParti!“

Einmal im Monat blicken wir in einer Sendung auf die bereits gelaufenen Projekte zurück und präsentieren verschiedene Ausschnitte aus den entstandenen Radiobeiträgen.

Am vergangenen Sonntag lief die Sendung  auf Radio F.R.E.I. (UKW 96,2 MHz). All diejenigen, die diesen Termin verpasst haben, können hier die Beiträge noch einmal nachhören.

Zum einen präsentierten wir ein Hörspiel, das im Rahmen eines Freiwilligen-Seminares der Naturfreundejugend Thüringen entstanden ist.

Außerdem planen wir derzeit eine Fortsetzung des deutsch-bosnischen Jugendaustausches. In Vorbereitung darauf war Uli mit einigen ihrer Kolleg*innen Ende November in Sarajevo und hat dort interessante Gespräche geführt. Ein Ausschnitt aus dem Interview  mit Jelena Soldo von „Schüler Helfen Leben“ zum Thema Jugendbeteiligung in Bosnien und Herzegowina könnt ihr hier anhören:

 

Marius und Ben von den F.R.E.I.sprechern haben sich mal Gedanken darüber gemacht, wie die Schule früher war und wie sie in Zukunft aussehen könnte:

OSTALI – DEN ANDEREN EINE STIMME GEBEN!

Ein Radioprojekt in Sarajevo und Erfurt

Im Rahmen des Förderprogramms für interkulturelle Jugendprojekte „Europeans for Peace“ der Stiftung „Erinnerung Verantwortung Zukunft“ fand ein Jugendaustausch zwischen Sarajevo und Erfurt statt. Arbeit und Leben Thüringen sowie Radio F.R.E.I. waren mit zehn Jugendlichen in Sarajevo, um dort mit zehn bosnischen Jugendlichen
und zwei Partnerorganisationen, dem Gimnazija Obala und der Youth Press Association in BuH, das Land und seine Geschichte unter dem Gesichtspunkt „Diskriminierung gestern und heute“ kennenzulernen.

Bosnische Teilnehmende im Gespräch mit einem TLZ-Redaktuer
Bosnische Teilnehmende im Gespräch mit einem TLZ-Redakteur
Deutsche und bosnische Teilnehmende am Erinnerungsort "Topf und Söhne"
Deutsche und bosnische Teilnehmende am Erinnerungsort „Topf und Söhne“

Ein eindrückliches Erlebnis war der Besuch in Srebrenica, einer Stadt, in der innerhalb von wenigen Tagen über 8000 muslimische Männer ermordet wurden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten hier die Möglichkeit, mit Zeitzeug*innen zu sprechen. Hier könnt ihr einen Zusammenschnitt aus dem Interview mit Abdulah Urković, einem der wenigen männlichen Überlebenden hören.

Interview Abdulah Urković
Vor allem war es jedoch Ziel des Austausches, aus den Erfahrungen der Vergangenheit zu lernen, weshalb ebenso der Blick auf die heutige Situation in Bosnien und Herzegowina (BuH) gerichtet wurde. Wie wird gegenwärtig mit Diskriminierung und Ausgrenzung umgegangen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen bekamen die Jugendlichen in Gesprächen mit dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in BuH, Jakob Finci:

Interivew Jakob Finci
Gesprochen wurde auch mit Amna Alispahić von der Blinden- und Sehbehindertenvereinigung:

Interview Amna Alispahić
Hier ein Ausschnitt des Interviews mit Tanja Udović; vom bosnischen Presserat:

Interview Tanja Udović
Ebenso sprachen die Jugendlichen mit Nedim Krajišnik von Step by Step, einem Projekt, das sich für die schulische Ausbildung von Kindern aus Romafamilien einsetzt:

Interview Nedim Krajišnik
Schließlich wurde sich mit der Stellung von LGBT-Menschen in der bosnischen Gesellschaft auseinandergesetzt. Hierzu interviewten die Jugendlichen Lejla Huremović vom Sarajevski Otvoreni Centar:

Interview Lejla Huremović
Im Frühjahr 2014 fand die Rückbegegnung in Erfurt statt. Ein Schwerpunktthema war hier die Verbrechen in der NS-Zeit. Unter anderem besuchten die Jugendlichen den Erinnerungsort Topf und Söhne . Hier sprachen sie mit Rebekka Schubert, der Gedenkstättenpädagogin:

Interview Rebekka Schubert
Da auch die Rolle der Medien beleuchtet werden sollte, trafen sich die Jugendlichen u.a. mit Martin Moll von TLZ:

Interview Martin Moll

Wenn Menschen aus Gesellschaft und Medien ausgeschlossen werden oder sich nicht entsprechend repräsentiert fühlen, machen sie ihre eigenen Medien. Aus diesem Grund sprachen die Teilnehmenden mit Carsten Rose von Radio F.R.E.I.:

Interview Carsten Rose

Auch sprachen sie mit Birgit Voigt, der Herausgeberin der Erfurter Straßenzeitung Brücke:

Interview Birgit Voigt

FiPi von den Filmpiraten, einem Videokollektiv aus Erfurt, wurde ebenso befragt:

Interview Filmpiraten

Schließlich interviewten die Teilnehmenden auch Nadine Sabbath vom Blinden- und Sehbehindertenverband, die außerdem das Erfurter Hörmagazin produziert:

Interview Nadine Sabbath