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3 hoch 3. Ein Austauschprojekt deutscher, serbischer und bosnischer Jugendlichen zu Menschenrechten, Glaube und Medien

Bosnien-Herzegowina und Serbien verbindet eine schmerzhafte gemeinsame Geschichte. Auch 20 Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs ist noch vieles nicht aufgearbeitet und noch viel mehr unausgesprochen. Doch die junge Generation, die erste Nachkriegsgeneration, lässt sich nicht mehr so leicht mit nationalistischer Propaganda umwerben. In beiden Ländern entwickelt sich eine „internationale“ Generation, die die Konflikte der Vergangenheit gerne überwinden möchte. Auch Deutschland nimmt in der leidvollen neuen Geschichte des Balkans eine besondere Rolle ein. Während des Krieges haben sich viele Menschen auf die Flucht gemacht und haben ein temporäres, manchmal auch ein dauerhaftes Zuhause in Deutschland gefunden. Gerade auch in Anbetracht der aktuellen Fluchtbewegung in Europa stehen die Gesellschaften Deutschlands, Bosnien-Herzegowinas und Serbiens vor unterschiedlichen Herausforderung. Während scheinbar in Bosnien-Herzegowina ein Nebeneinander von Christentum und Islam lange Tradition hat, vermischen sich in Deutschland Unsicherheit und Angst mit Populismus. Derzeit scheint es als seien Stimmen der Ablehnung, Ausgrenzung und des Hasses laut und allgegenwärtig – sowohl auf der Straße als auch in sozialen Medien. Jene Entwicklungen erfordern nicht nur eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Formen von Diskriminierung, sondern auch ein aktives Vorgehen dagegen.

In dem Austausch-Projekt begeben sich jeweils 10 junge Menschen aus Bosnien-Herzegowina, Serbien und Deutschland auf Spurensuche, um die abstrakten Themenfelder Menschenrechte, Diskriminierung und Medien(partizipation) mit ihren Vorstellungen und Diskussionen zu füllen. Hier zu werden die Teilnehmer*innen über verschiedenen Formen von Diskriminierung und Möglichkeiten des zivilgesellschaftlichen Engagements diskutieren, mit Expert*innen und Betroffenen sprechen und sich über die kulturelle, politische und mediale Situation in den drei Ländern austauschen. Aus all diesen Eindrücken und Erfahrungen produzieren die Teilnehmer*innen dann eigene Audiobeiträge, eine Theaterintervention und eine Webvideo-Serie.

Das erste Treffen findet vom 10. – 17. September 2017 in Erfurt statt. Im April 2018 werden dann die Begegnungen in Novi Sad (Serbien) und Sarajevo (Bosnien) durchgeführt. Die Teilnehmer*innen sollten zwischen 18 und 21 Jahre alt sein und Interesse an der Auseinandersetzung mit den Themen mitbringen. Es wird von den Teilnehmer*innen erwartet an allen drei Begegnungen in Erfurt, Novi Sad und Sarajevo teilzunehmen.

Organisiert wird der Austausch von Arbeit und Leben Thüringen e.V. und Radio F.R.E.I., dem serbischen Jugendtheater „Kruška“ sowie dem bosnischen Medienprojekt „CKMD“. Der Teilnahmebeitrag für alle drei Begegnungen beträgt insgesamt 150 €.

Wenn Du Interesse hast, dann schicke uns einen kurzen Video- oder Audioclip, ein Foto o.ä. (hier reichen auch Aufnahmen mit dem Smartphone), in dem Du deine Erfahrungen, Ideen und Assoziationen mit den Themen Menschenrechte und Diskriminierung aufgreifst. Außerdem möchten wir von Dir in maximal fünf Sätzen wissen, warum Du an diesem Projekt teilnehmen möchtest. Anmelden kannst Du dich bis zum 16.07.2017 per eMail an uli.irrgang@radio-frei.de.

Falls Du irgendwelche Fragen hast, dann schreib eine Mail an uli.irrgang@radio-frei.de.

 

Das Projekt wird gefördert im Programm EUROPEANS FOR PEACE der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ). Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Stiftung EVZ dar. Für inhaltliche Aussagen trägt der Autor die Verantwortung.

„YOUNG CHANGEMAKERS“ – ZWEITES TREFFEN VON JUNGEN MENSCHEN AUS GEORGIEN UND DEUTSCHLAND

Vom 23. bis zum 29. April trafen sich junge Menschen aus Georgien und Deutschland in Georgiens Hauptstadt Tbilisi, um sich mit den Herausforderungen des Journalismus aber auch mit demokratischen Werten wie z.B. Meinungsfreiheit auseinanderzusetzen. Dies war bereits die zweite Begegnungen der jungen Teilnehmer*innen. Im März trafen sie sich in Erfurt bei Radio F.R.E.I. und produzierten hier eine Live-Radiosendung.

In Tbilisi bekamen sie nun die Möglichkeit mit georgischen Journalist*innen ins Gespräch zu kommen.  Zwei Vertreter*innen der Media Development Foundation gaben einen Einblick in ihre Arbeit und erläuterten, wie sie Falschmeldungen auf den Grund gehen und wie sie dagegen vorgehen.  Auch mit Marina Vashakmadze, Chefin des georgischen Büros von Radio Free Europe/ Radio Liberty, sprachen die Teilnehmer*innen u.a. über die Bedeutung unabhängiger Medien und Berichterstattung in Georgien und weltweit. Dass vor allem über Krisen meist nur verkürzt und unausgewogenen berichtet wird, weiß Natalia Antelava, Mitbegründerung des investigativem Medienprojektes Coda Story, nur zu gut.

Wie bereits in der ersten Begegnung in Erfurt sollten die Teilnehmenden aber auch selbst journalistisch tätig werden. Ausgestattet mit Aufnahmegeräten erkundeten die Teilnehmer*innen Tbilisi und erstellten eigene Audiobeiträge, die schließlich vor Livepublikum präsentiert wurden.

Hier könnt ihr die einzelnen Beiträge noch einmal nachhören.

Aaron, Marianna und Tilman produzierten aus aufgenommen Straßensounds und anderen Geräuschen einen eigenen Song:

„Die Jugend von heute!!!“ und „Früher war alles besser!“ sind nicht nur Phrasen, die von deutschen  Älteren zu hören sind. Wie unterscheiden sich die „jungen“ und „alten“ Generationen voneinander? Unter welchen Bedinungen wachsen junge Menschen in Georgien heran? Und was sind deren größte Herausforderungen. Alles Fragen, die Jonas, Hannah und Leka beschäftigten:

„Generation of Freedom“ – das sind diejenigen Menschen, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und geboren wurden und aufgewachsen sind. Tako und Levan haben Leute befragt, was für sie Freiheit heute bedeutet:

Die Meinungsfreiheit ist eines der höhsten Güter in einer Demokratie – wie denken Georgier*innen darüber. Mariam, Barbara, Ana und Badu haben nachgefragt:

Was bedeutet eigentlich Freiheit? Welche Verantwortung geht mit ihr einher? János und Anna gingen dieses Fragen auf den Grund:

Tbilisis Straßen sind laut, nicht selten hat man jedoch auch die Gelegenheit Straßenmusiker*innen zu lauschen. Ein guter Grund genauer hinzuhören – Anna, David, Freerik und Suzi haben das für euch gemacht:

 

Das gemeinsame Projekt von Arbeit und Leben Thüringen, der Jugendorganisation DRONI und Radio F.R.E.I wurde gefördert vom Erasmus+Programm der Europäischen Kommission.

„DEMOKRATIE IN DRECK UND SCHERBEN“

Unter diesem Motto begaben sich zehn tunesische und sechs deutsche Jugendliche im Herbst 2016 auf die Entdeckungstour. In einem gemeinsamen Austausch mit Besuchen im tunesischen Korba und im thüringischen Erfurt sollte dem Zusammenhang zwischen Ökologie und Demokratie nachgegangen werden. Was für eine Rolle spielen Umweltschutz und Nachhaltigkeit in demokratischen Gesellschaften? Welche Relevanz haben sie?

Wo doch andere Aspekte, wie etwa die Sicherheitslage, vielleicht erst einmal dringlicher erscheinen. Was für Möglichkeiten sich zu beteiligen und zu engagieren gibt es? Wo gibt es Unterschiede, aber wo sind beide Gesellschaften sich auch näher, als vielleicht gedacht?
Im Oktober reiste eine Gruppe von sechs Jugendlichen und zwei Teamer*innen nach Tunesien. Eine Woche mit Strand, Sonne und vor allem einem von unseren tunesischen Partner*innen gut geschnürten Programm.

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Das Ziel: in Austausch miteinander kommen, voneinander lernen, den eigenen Horizont erweitern. Und das alles dann noch in die Form von Radiobeiträge gießen, denn Radio F.R.E.I. war Kooperationspartner dieses von Arbeit und Leben organiserten und vom Auswärtigen Amt finanzierten, Austausches.
Zuerst ging es darum sich kennen zu lernen und einen Einblick in die jeweilige andere Gesellschaft zu erhalten. Unter anderem ging es dabei viel um die tunesische Revolution, die 2010/2011 ihren Anfang nahm, um die Sicherheitslage und die neuen Möglichkeiten die sich bieten, aber auch eine um sich greifende Resignation, ob stockender Reformprozesse. Ein Thema, das in unseren Diskussionen immer wieder aufkam.

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Auf der anderen Seite konnten die deutschen Teilnehmenden kurze Einblicke in Möglichkeiten der Jugendbeteiligung bieten – so ging es um NGOs, Parteijugenden und Bildungsangebote. Eins der Angebote, das interessiert aufgenommen wurde ist von JUBITH – der Jugend-Umwelt-Bildung-in-Thüringen.

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Im späteren Verlauf des Programms wurde uns eine lokale Umweltschutzorganisation vorgestellt, die „Association Tunissienne de Protection de la Nature et de L’Environment de Korba“ – ATPNE-Korba. Nach einem Vortrag hatten wir die Möglichkeit mit einer der Engagierten noch ein Interview zu führen und im Nachgang die Lagune von Korba zu besichtigen.

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http://audio.radio-frei.de/podcast/TUN%20-%2002%20-%20161018_2_association%20de%20protection%20de%20l%20environment_interview_schnitt.mp3

Auch mit Vertretern der Stadtverwaltung konnten wir reden und einen Einblick in die Abfallwirtschaft und Müllbeseitigung der Stadt bekommen.

http://audio.radio-frei.de/podcast/TUN%20-%2004%20-%20161019_municipalite_interview.mp3

Neben den offiziellen Vertreter*innen lag der Fokus aber vor allem auf Menschen und Gruppen, die sich ehrenamtlich engagieren. So ging es in einem Workshop um die Frage, was man mit Müll alles machen könne und wie sich Dinge, die weg geworfen werden sollen, noch anderweitig verwenden ließen.

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http://audio.radio-frei.de/podcast/TUN%20-%2003%20-%20161018%20workshop%20basteln%20mit%20m%FCll.mp3

http://audio.radio-frei.de/podcast/TUN%20-%2003%20-%20161018%20workshop%20fazit%20manel.mp3

Außerdem stellten sich diverse Organisationen vor und zeigten uns somit auch ein breites Spektrum an Möglichkeiten für (junge) tunesische Menschen, um sich zu engagieren – sei es ein Jugendtheater, der Rote Halbmond oder das lokale Jugendhaus.

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Auch das Medium Radio spielt bei Jugendlichen eine große Rolle. In vielen Jugendhäusern gibt es eingerichtete Studios, die genutzt werden können, um die eigenen Interessen zu formulieren und nach außen zu tragen und Diskussionen mit zu bestimmen. Wir statteten dem Radio in Beni-Khaled einen Besuch ab, bei dem auch einige der tunesischen Teilnehmenden aktiv sind.

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Dort erstellten wir bei unserem Besuch eine Radiosendung, die ihr bei facebook hören könnt.

Auch bei den Punkten, die eher einen touristischen Charakter hatten, wie der Besuch von Sidi Bousaid oder des Marktes in Nabeul, spielten die politischen und sozialen Veränderungen der letzten Jahre und auch das Thema Umweltschutz immer wieder eine Rolle. Das Medium Radio mit der Möglichkeit, kleine Aufnahmegeräte immer mit sich zu führen und spontan agieren zu können, hat hier und auch in der relativ kurzen Nachbearbeitung immer wieder seine Vorzüge aufgezeigt.

http://audio.radio-frei.de/podcast/TUN%20-%2005%20-%2001%20-%20auf%20dem%20Markt%20161022_0014.mp3

Mehr Informationen zum Gegenbesuch in Deutschland folgen innerhalb der nächsten Tage.

TEILNAHME AN INTERNATIONALER FORTBILDUNG „GESCHICHTE UND ERINNERN“

IMG_3702Vom 24.05. bis zum 31.05.2015 fand der erste Teil der viernationale Fortbildung mit Frankreich, Deutschland, Serbien und Bosnien-Herzegowina statt. Unter dem Titel „Geschichte und Erinnern – Methoden und Ansätze zum Thema für die Arbeit mit Jugendlichen bei interkulturellen Begegnungen“ trafen sich Interessierte, Multitplikator*innen, Schüler*innen und Studierende und nährten sich in kreativen Wokshops dem Inhalt an. Mit dabei war auch Uli Irrgang, Medienpädagogin im Radio F.R.E.I.-Projekt „DemoParti!“.
Ziel der Fortbildung ist es, einen konzeptuellen Rahmen zu geben, eine kritische Herangehensweise bezüglich des Themas « Geschichte und Erinnern » zu fördern sowie Methoden und Ansätze zum Thema zu erarbeiten, um diese bei interkulturellen Begegnungen anwenden zu können.

Während der ersten Phase in Narbonne (Südfrankreich) stand das individuelle Erinnern und die Geschichte des Ersten Weltkrieges im Vordergrund. Fortgesetzt wird die Weiterbildung im Oktober diesen Jahres in Berlin und schließlich im Frühjahr 2016 in Sarajevo (BuH) und Kruševac (Kroatien). Welche Rolle Institutionen und Denkmäler im Prozess des Erinnerns spielen und wie Erinnerungskultur kreativ in Form von Theaterpädagogik kritisch hinterfragt werden kann, steht dann im Mittelpunkt.

Organisiert wird diese Fortbildungsreiche von Association ROUDEL (Ladern sur Lauquet, Frankreich), dem Bund der Deutschen Landjugend (Berlin, Deutschland), der Association of the Secondary school students in Bosnia and Herzegovina (ASUBIH), (Sarajevo, Bosnien-Herzegowina) und dem Youth Amateur Theater in Kruševac (Serbien).

OSTALI II – DIE ANDEREN KENNENLERNEN

Zehn Jugendliche aus Bosnien und Herzegowina und zehn Jugendliche aus Deutschland trafen sich im März/April 2015 in Erfurt und Sarajevo um sich gemeinsam auf eine journalistische Suche zu begeben.

Mit Hilfe des § 2 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wollten sie den Ursachen und Folgen von Diskriminierungen auf die Schliche kommen. Der Fokus lag dabei auf der Frage „Gibt es eine Diskriminierung von jungen Menschen?“ Dafür sprachen die Jugendlichen mit Partizipationsaktivisten, Jugendbauprojekten, Journalisten und NGOs. In einer gemeinsamen, zweisprachigen Radiosendung ist das Ergebnis ihrer Suche nun hier zu hören.

Zu Beginn befragten die Jugendgruppen die jeweilige Bevölkerung der beiden Städte,
was in ihren Augen Diskriminierung sei…

Erfurt:


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Sarajewo:


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…und ob in ihren Augen Jugendliche diskriminiert werden:


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Während der ersten gemeinsamen Woche in Erfurt führten die Jugendlichen verschiedene Interviews
zum Thema Diskrimierung von Jugendlichen und besuchten unterschiedliche Einrichtungen, die demokratische Alternativen bieten.

Jugendrechtshaus Erfurt:


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Saline 34:


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Jugendwiderstand in der NS-Zeit:


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Gedenk-und Bildungsstätte Andreasstraße zu Jugend in der DDR:


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In der zweiten Woche in Sarajewo sprach die Projektgruppe unter anderem mit einer Schülervertretung (ASUBiH),
einer Redaktion einer Zeitschrift (Karike), die sich mit gesellschaftlichen Themen und Problemen alternativ zu den
großen Medien beschäftigt und einer Videogruppe (CKMD).

ASUBiH:


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CKMD:


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Einer der Teilnehmenden des Projektes, Denis Gigo Hadzic, erklärt was für ihn Diskriminierung ist:


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Die gesamte Ergebnissendung wird ab August 2015 im Programm von Radio F.R.E.I. gesendet.

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Auch die Thüringische Landeszeitung berichtete über das Projekt:

http://www.tlz.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Bosnische-und-Erfurter-Journalisten-produzieren-zweisprachig-fuers-Radio-1755034206

OSTALI – DEN ANDEREN EINE STIMME GEBEN!

Ein Radioprojekt in Sarajevo und Erfurt

Im Rahmen des Förderprogramms für interkulturelle Jugendprojekte „Europeans for Peace“ der Stiftung „Erinnerung Verantwortung Zukunft“ fand ein Jugendaustausch zwischen Sarajevo und Erfurt statt. Arbeit und Leben Thüringen sowie Radio F.R.E.I. waren mit zehn Jugendlichen in Sarajevo, um dort mit zehn bosnischen Jugendlichen
und zwei Partnerorganisationen, dem Gimnazija Obala und der Youth Press Association in BuH, das Land und seine Geschichte unter dem Gesichtspunkt „Diskriminierung gestern und heute“ kennenzulernen.

Bosnische Teilnehmende im Gespräch mit einem TLZ-Redaktuer
Bosnische Teilnehmende im Gespräch mit einem TLZ-Redakteur
Deutsche und bosnische Teilnehmende am Erinnerungsort "Topf und Söhne"
Deutsche und bosnische Teilnehmende am Erinnerungsort „Topf und Söhne“

Ein eindrückliches Erlebnis war der Besuch in Srebrenica, einer Stadt, in der innerhalb von wenigen Tagen über 8000 muslimische Männer ermordet wurden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten hier die Möglichkeit, mit Zeitzeug*innen zu sprechen. Hier könnt ihr einen Zusammenschnitt aus dem Interview mit Abdulah Urković, einem der wenigen männlichen Überlebenden hören.

Interview Abdulah Urković
Vor allem war es jedoch Ziel des Austausches, aus den Erfahrungen der Vergangenheit zu lernen, weshalb ebenso der Blick auf die heutige Situation in Bosnien und Herzegowina (BuH) gerichtet wurde. Wie wird gegenwärtig mit Diskriminierung und Ausgrenzung umgegangen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen bekamen die Jugendlichen in Gesprächen mit dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in BuH, Jakob Finci:

Interivew Jakob Finci
Gesprochen wurde auch mit Amna Alispahić von der Blinden- und Sehbehindertenvereinigung:

Interview Amna Alispahić
Hier ein Ausschnitt des Interviews mit Tanja Udović; vom bosnischen Presserat:

Interview Tanja Udović
Ebenso sprachen die Jugendlichen mit Nedim Krajišnik von Step by Step, einem Projekt, das sich für die schulische Ausbildung von Kindern aus Romafamilien einsetzt:

Interview Nedim Krajišnik
Schließlich wurde sich mit der Stellung von LGBT-Menschen in der bosnischen Gesellschaft auseinandergesetzt. Hierzu interviewten die Jugendlichen Lejla Huremović vom Sarajevski Otvoreni Centar:

Interview Lejla Huremović
Im Frühjahr 2014 fand die Rückbegegnung in Erfurt statt. Ein Schwerpunktthema war hier die Verbrechen in der NS-Zeit. Unter anderem besuchten die Jugendlichen den Erinnerungsort Topf und Söhne . Hier sprachen sie mit Rebekka Schubert, der Gedenkstättenpädagogin:

Interview Rebekka Schubert
Da auch die Rolle der Medien beleuchtet werden sollte, trafen sich die Jugendlichen u.a. mit Martin Moll von TLZ:

Interview Martin Moll

Wenn Menschen aus Gesellschaft und Medien ausgeschlossen werden oder sich nicht entsprechend repräsentiert fühlen, machen sie ihre eigenen Medien. Aus diesem Grund sprachen die Teilnehmenden mit Carsten Rose von Radio F.R.E.I.:

Interview Carsten Rose

Auch sprachen sie mit Birgit Voigt, der Herausgeberin der Erfurter Straßenzeitung Brücke:

Interview Birgit Voigt

FiPi von den Filmpiraten, einem Videokollektiv aus Erfurt, wurde ebenso befragt:

Interview Filmpiraten

Schließlich interviewten die Teilnehmenden auch Nadine Sabbath vom Blinden- und Sehbehindertenverband, die außerdem das Erfurter Hörmagazin produziert:

Interview Nadine Sabbath