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3 HOCH 3 – EIN RADIOAUSTAUSCH MIT JUGENDLICHEN AUS SERBIEN, BOSNIEN-HERZEGOWINA UND DEUTSCHLAND

Vom 10. bis zum 17. September 2017 trafen sich insgesamt 30 Jugendliche aus Serbien, Bosnien-Herzegowina und Deutschland in Erfurt. Sie haben sich auf Spurensuche begeben, um die abstrakten Themenfelder Menschenrechte, Diskriminierung und Medien(partizipation) mit ihren Vorstellungen und Diskussionen zu füllen. Hierzu diskutierten die Teilnehmer*innen über verschiedene Formen von Diskriminierung und Möglichkeiten des zivilgesellschaftlichen Engagements, sprachen mit Expert*innen und Betroffenen und tauschten sich über die kulturelle, politische und mediale Situation in den drei Ländern aus. Aus all diesen Eindrücken und Erfahrungen haben die Teilnehmer*innen dann eigene Audiobeiträge erstellt, die ihr hier noch einmal nachhören und herunterladen könnt.

Zunächst wurden die Eindrücke des Jugendaustausches in einem Beitrag verarbeitet:

In einem weiteren Beitrag gingen die Teilnehmer*innen der Frage auf den Grund, was Diskriminierung eigentlich ist und in welchen Situationen sie evt. sogar selbst schon einmal diskriminiert wurden:

Der thematische Fokus dieser Begegnung lag auf Diskriminierungen aufgrund von religiöser Zugehörigkeit. Entsprechend stellten die Teilnehmer*innen den Erfurter*innen die Frage, inwiefern Religion und Kultur einander bedingen:

Ein aktueller und lokaler Fall vom Umgang der Mehrheitsgesellschaft mit (religiösen) Minderheiten ist der, der Ahmadiyya-Gemeinde in Erfurt. Ihr Wunsch, eine Gebetshaus in Erfurt-Marbach zu errichten, stieß auf heftige Gegenproteste, die nicht selten die Grenzen demokratischer Meinungsfreiheit überschritten. Doch bevor sich die Teilnehmer*innen mit diesem konkreten Fall von Islamfeindlichkeit befassten, interviewten sie zunächst Sabrina Schmidt zu muslimischen Leben und Islamfeindlichkeit in Deutschland:

Im Anschluss sprachen die Teilnehmer*innen selbstverständlich mit einem Vertreter der Ahmadiyya-Gemeinde:

Auch eine Journalistin von Radio F.R.E.I. kam zu Wort und schilderte ihre Eindrücke des öffentlichen und medialen Diskurses zu diesem Thema:

Schließlich wurde auch noch Sandro Witt vom DGB und dem Bündnis „Mitmenschlich in Thüringen“zu seiner Motivation, die Ahmadiyya-Gemeinde zu unterstützen, interviewt:

Da wir aber auch das Thema aus historischer Perspektive betrachten wollten, besuchten wir ebenso die Gedenkstätte Buchenwald – ein Ort, der auch über 70 Jahre nach den grausamen Verbrechen an der Menschheit von großer Bedeutung ist, wenn es darum geht aufzuzeigen, welche verheerenden Folgen Diskriminierung und Ausgrenzung haben kann.

Im kommenden Jahr wird es dann eine Rückbegegnung in Novi Sad (Serbien) und Sarajevo (BiH) geben.

Organisiert wird der Austausch von Arbeit und Leben Thüringen e.V. und Radio F.R.E.I., dem serbischen Jugendtheater „Kruška“ sowie dem bosnischen Medienprojekt „CKMD“.

Das Projekt wird gefördert im Programm EUROPEANS FOR PEACE der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ). Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Stiftung EVZ dar. Für inhaltliche Aussagen trägt der Autor die Verantwortung.