INTERNATIONALER AUSTAUSCH VON NACHWUCHS-JOURNALIST*INNEN ZUM THEMA „FLUCHT UND VERTREIBUNG“rtreibung“

20 junge Journalist*innen aus Georgien, Russland, Ukraine und Deutschland arbeiteten gemeinsam in Erfurt. Vom 12.-18.11. war Radio F.R.E.I. Gastgeber für ein Austauschprojekt. Die Gruppe besuchte unter anderem den Landtag sowie den MDR, außerdem fand ein reger Austausch über die journalistische Arbeit in den vier Ländern statt. Dabei stand vor allem die Berichterstattung über Geflüchtete im Mittelpunkt. Den Abschluss bildete eine gemeinsam produzierte Sendung auf Radio F.R.E.I. Die einzelnen Beiträge können hier nochmals angehört werden.

Alle Beiträge sind in Englisch.

Beim MDR traf die Gruppe den Chefintendanten Matthias Gehler:


> Download

Die Filmpiraten brachten der Gruppe ihren Medienaktivismus näher.


> Download

Im Thüringer Landtag stand ein Gespräch mit der Grünen-Abgeordneten Astrid Rothe-Beinlich auf dem Programm.


> Download

Der aus Somalien geflüchtete Aktivist Faysal teilte seine persönliche Geschichte mit der Gruppe.


> Download

Der Erfurter Verein Spirit of Football stellte seine Arbeit vor.


> Download

artikel/group picture Landtag.jpgDie Austauschgruppe zu Gast im Thüringer Landtag.

Das Projekt wird von Radio F.R.E.I., Arbeit und Leben Thüringen und der Youth Association DRONI mit Mitteln des Auswärtigen Amtes durchgeführt.

„IN MEDIA WE TRUST“ – ERSTES TREFFEN DES INTERNATIONALEN MEDIENPROJEKTES IN RUSTAVI/ GEORGIEN

Fake News, Social Bots, Filterblasen, Agenda Setting … Was heißt das eigentlich? Und was hat das mit Medienkompetenz zu tun? Diesen und vielen weiteren Fragen sind 20 ehren- und hauptamtliche Jugendarbeiter*innen und Journalist*innen aus Dänemark, der Tschechischen Republik, Montenegro, Armenien Georgien und Deutschland im Rahmen des Projektes „In Medie we trust?!“ auf den Grund gegangen.

Radio F.R.E.I. organisierte gemeinsam mit der georgischen Jugendorganisation DRONI einen Trainingskurs vom 20. bis zum 28. Oktober in Rustavi/ Georgien. Während dieser Woche wurde zunächst diskutiert, was Medienkompetenz eigentlich bedeutet und welche Bereiche Medienbildung umfasst. Ebenso fand ein reger Austausch zwischen den Teilnehmenden bezüglich der unterschiedlichen Medienlandschaften in ihren jeweiligen Herkunftsändern statt. Um einen Einblick in das Mediensystem und den Arbeitsalltag von Journalist*innen in Georgien zu bekommen, trafen sich die Teilnehmenden u.a. mit Marina Vashakmadze, der Chefin des georgischen Büros von Radio Free Europe/ Radio Liberty, und dem georgischen TV-Sender Rustavi 2. Auch neue Formen des Journalismus wurden gemeinsam mit Journalist*innen der investigativen Medienoprojekte Coda Story und Open Caucasus Media diskutiert. Wie man Falschmeldungen auf den Grund gehen kann, erklärten Vertreter*innen der Media Development Foundation.

Im Zentrum des Trainingskurses stand jedoch das Erproben und der Austausch von verschiedenen Methoden der Medienbildung. Praktisch anwenden können die Teilnehmer*innen dieses neue Wissen dann in der zweiten Phase des Projektes, die Anfang März 2018 in Form eines Jugendaustausches in Erfurt stattfinden wird.

Hier werden Jugendliche aus den verschiedenen am Projekt beteiligten Partnerorganisationen zusammenkommen. Die Teilnehmenden der ersten Phase werden dann die Planung und Durchführung der Begegnung maßgeblich mitgestalten und ihre Kenntnisse in praktische Arbeit umsetzen können.

Gefördert wird das Projekt „In Media we trust“ vom Erasmus+Programm der Europäischen Kommission.

 

PROJEKT VON RADIO F.R.E.I. UND MitMenschen E.V. GEWINNT BEIM KINDER- UND JUGENDPREIS THÜRINGEN

Das gemeinsame Radioprojekt von MitMenschen e.V., der Walter-Gropius-Schule und Radio F.R.E.I. erhielt einen Sonderpreis beim diesjährigen Kinder- und Jugendpreis der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen und der Paritätischen BuntStiftung.

Unter dem Motto „Es ist Deine Zukunft – Mitgestalten ist einfach“ wurden Projekte zum Thema Wahlen und Demokratie sowie Vorhaben ausgezeichnet, die Kindern und Jugendlichen gesellschaftliche Mitwirkung und Mitgestaltung ermöglichen.

Warum ist Demokratie wichtig? Was heißt Mitbestimmung für mich? Und wo kann ich eigentlich mitbestimmen?… All das sind Fragen, die sich 11 Schüler aus Syrien, Afghanistan und dem Iran der Walter-Gropius-Schule im Rahmen des Projektes „Demokratie aktiv erleben“ gestellt und in einer Radiosendung verhandelt haben. Hierzu haben sie sich selbst und Menschen auf der Straße befragt, was Demokratie eigentlich bedeutet. Außerdem haben sie sich Vertreter*innen verschiedener Projekte und Initiativen sowie des Stadtrates und des Stadtjugendrings getroffen, um Möglichkeiten des demokratischen und zivilgesellschaftlichen Engagement junger Menschen in Erfurt zu diskutieren.

Herausgekommen ist eine „eindrückliche und eindringliche Radiosendung“, wie die Jury den Sonderpreis begründet. „Das Projekt zeigt, dass die jungen Geflüchteten mitgestalten wollen und aktiv an ihrer neuen Lebenswelt teilnehmen wollen“, so Thomas Wagner in seiner Laudatio. „Die daraus mit Unterstützung von Radio F.R.E.I. entstandene Sendung zeigt, wie wichtig den jungen Menschen Demokratie und demokratische Erfahrungen sind,“ so Wagner.

Die einzelnen Radiobeiträge können noch einmal hier nachgehört werden.