OSTALI – DEN ANDEREN EINE STIMME GEBEN!

Ein Radioprojekt in Sarajevo und Erfurt

Im Rahmen des Förderprogramms für interkulturelle Jugendprojekte „Europeans for Peace“ der Stiftung „Erinnerung Verantwortung Zukunft“ fand ein Jugendaustausch zwischen Sarajevo und Erfurt statt. Arbeit und Leben Thüringen sowie Radio F.R.E.I. waren mit zehn Jugendlichen in Sarajevo, um dort mit zehn bosnischen Jugendlichen
und zwei Partnerorganisationen, dem Gimnazija Obala und der Youth Press Association in BuH, das Land und seine Geschichte unter dem Gesichtspunkt „Diskriminierung gestern und heute“ kennenzulernen.

Bosnische Teilnehmende im Gespräch mit einem TLZ-Redaktuer
Bosnische Teilnehmende im Gespräch mit einem TLZ-Redakteur
Deutsche und bosnische Teilnehmende am Erinnerungsort "Topf und Söhne"
Deutsche und bosnische Teilnehmende am Erinnerungsort „Topf und Söhne“

Ein eindrückliches Erlebnis war der Besuch in Srebrenica, einer Stadt, in der innerhalb von wenigen Tagen über 8000 muslimische Männer ermordet wurden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten hier die Möglichkeit, mit Zeitzeug*innen zu sprechen. Hier könnt ihr einen Zusammenschnitt aus dem Interview mit Abdulah Urković, einem der wenigen männlichen Überlebenden hören.

Interview Abdulah Urković
Vor allem war es jedoch Ziel des Austausches, aus den Erfahrungen der Vergangenheit zu lernen, weshalb ebenso der Blick auf die heutige Situation in Bosnien und Herzegowina (BuH) gerichtet wurde. Wie wird gegenwärtig mit Diskriminierung und Ausgrenzung umgegangen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen bekamen die Jugendlichen in Gesprächen mit dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in BuH, Jakob Finci:

Interivew Jakob Finci
Gesprochen wurde auch mit Amna Alispahić von der Blinden- und Sehbehindertenvereinigung:

Interview Amna Alispahić
Hier ein Ausschnitt des Interviews mit Tanja Udović; vom bosnischen Presserat:

Interview Tanja Udović
Ebenso sprachen die Jugendlichen mit Nedim Krajišnik von Step by Step, einem Projekt, das sich für die schulische Ausbildung von Kindern aus Romafamilien einsetzt:

Interview Nedim Krajišnik
Schließlich wurde sich mit der Stellung von LGBT-Menschen in der bosnischen Gesellschaft auseinandergesetzt. Hierzu interviewten die Jugendlichen Lejla Huremović vom Sarajevski Otvoreni Centar:

Interview Lejla Huremović
Im Frühjahr 2014 fand die Rückbegegnung in Erfurt statt. Ein Schwerpunktthema war hier die Verbrechen in der NS-Zeit. Unter anderem besuchten die Jugendlichen den Erinnerungsort Topf und Söhne . Hier sprachen sie mit Rebekka Schubert, der Gedenkstättenpädagogin:

Interview Rebekka Schubert
Da auch die Rolle der Medien beleuchtet werden sollte, trafen sich die Jugendlichen u.a. mit Martin Moll von TLZ:

Interview Martin Moll

Wenn Menschen aus Gesellschaft und Medien ausgeschlossen werden oder sich nicht entsprechend repräsentiert fühlen, machen sie ihre eigenen Medien. Aus diesem Grund sprachen die Teilnehmenden mit Carsten Rose von Radio F.R.E.I.:

Interview Carsten Rose

Auch sprachen sie mit Birgit Voigt, der Herausgeberin der Erfurter Straßenzeitung Brücke:

Interview Birgit Voigt

FiPi von den Filmpiraten, einem Videokollektiv aus Erfurt, wurde ebenso befragt:

Interview Filmpiraten

Schließlich interviewten die Teilnehmenden auch Nadine Sabbath vom Blinden- und Sehbehindertenverband, die außerdem das Erfurter Hörmagazin produziert:

Interview Nadine Sabbath