12. 01. 2018 | 18:00 bis 21:00 Uhr | 3. KINDERRADIONACHT

Radio an und Ohren auf! Radio von Kindern für Kinder gibt es am Freitag, 12. Januar wieder in Thüringen. Zum mittlerweile dritten Mal findet die Thüringer Kinderradionacht statt.

Landesweit können Jung und Alt von 18.00 Uhr bis 21.30 Uhr die unterhaltsamen Themen und Beiträge auf den Frequenzen der Thüringer Bürgersender im Rahmen einer „akustischen Nachtwanderung“ durch den Freistaat erleben (Radio F.R.E.I. überträgt allerdings nur bis 21:00).  In den Radiostudios sitzen dabei nicht wie üblich erwachsene Radiomacher, sondern Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Regionen Thüringens. Sie stellen sich und ihre Redaktionsgruppen vor, berichten von spannenden Projekten und präsentieren eigene Radiobeiträge. Jede halbe Stunde wandern die Radiohörer in eine andere Stadt, um zu erfahren, was die Kinder und Jugendlichen dort bewegt. Dafür müssen sie nicht vor die Tür gehen, sondern können es sich zuhause vor dem Radio gemütlich machen. Während der gesamten Sendung können die Hörer*innen selbst aktiv werden und Quizfragen lösen. Wer bis zum Ende der Sendung dran bleibt und das Lösungswort errät, kann wieder etwas gewinnen; in diesem Jahr eine Powerbank zum Aufladen von Tablets und Smartphones.

Die dritte Thüringer Kinderradionacht ist eine gemeinsame Aktion vom Thüringer Medienbildungszentrum der TLM und den Thüringer Bürgerradios in
Jena – Radio okj 03,4 (103,4 MHz) – 18:00
Erfurt – Radio F.R.E.I. (96,2 MHz) – 18:30
Nordhausen – Radio ENNO (100,4 MHz) – 19:00
Eisenach – Wartburg-Radio 96,5 (96,5 MHz) – 19:30
Weimar – Radio LOTTE Weimar (106,6 MHz) – 20:00
Saalfeld – SRB – Das Bürgerradio im Städtedreieck (105,2 MHz) – 20:30
Thüringer Medienbildungszentrum der TLM – 21:00

03. – 11. MÄRZ 2018 – INTERNATIONALES RADIOPROJEKT „IN MEDIA WE TRUST“

Wie kann man „Fake News“ als solche identifizieren? Wie kann man gegen Falschmeldungen, Fake News und dergleichen vorgehen? Was macht ein Medium vertrauenswürdig? Und wie kann man selbst Medien – z.b. eine eigene Radiosendung – gestalten? Antworten auf all diese Fragen wollen wir in dem von Radio F.R.E.I. und der georgischen Jugendorganisation DRONI organisierten internationalen Austauschprojekt „In Media we trust?“ diskutieren.

Unterstützt werden wir dabei von Partnerorganisation aus Dänemark, der Tschechischer Republik, Montenegro und Armenien.

Nun suchen wir Teilnehmer*innen (zwischen 18 und 30 Jahren) aus all den fünf Ländern für die Begegnung vom 03. bis zum 11. März 2018 in Erfurt. Hier wollen wir dann gemeinsam mit euch unser eigenes Mediennutzungsverhalten kritisch reflektieren sowie Methoden und Ansätze zum Thema „Medienkomkepetenz“ teilen. Außerdem bekommt ihr die Möglichkeit, Grundlagen des Radiojournalismus ganz praktisch zu erlernen – indem ihr Interviews führt, Umfragen und gebraute Beiträge produziert und diese dann i eurer eigenen Radiosendung auf Radio F.R.E.I. der Öffentlichkeit ausstrahlt.

Das Beste – die Teilnahme ist kostenlos!

Alle wichtigen Infos sind nochmal in diesem Booklet zusammengefasst.

Interessierte können sich bis zum 15. Januar hier anmelden: Anmeldung

INTERNATIONALER AUSTAUSCH VON NACHWUCHS-JOURNALIST*INNEN ZUM THEMA „FLUCHT UND VERTREIBUNG“rtreibung“

20 junge Journalist*innen aus Georgien, Russland, Ukraine und Deutschland arbeiteten gemeinsam in Erfurt. Vom 12.-18.11. war Radio F.R.E.I. Gastgeber für ein Austauschprojekt. Die Gruppe besuchte unter anderem den Landtag sowie den MDR, außerdem fand ein reger Austausch über die journalistische Arbeit in den vier Ländern statt. Dabei stand vor allem die Berichterstattung über Geflüchtete im Mittelpunkt. Den Abschluss bildete eine gemeinsam produzierte Sendung auf Radio F.R.E.I. Die einzelnen Beiträge können hier nochmals angehört werden.

Alle Beiträge sind in Englisch.

Beim MDR traf die Gruppe den Chefintendanten Matthias Gehler:


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Die Filmpiraten brachten der Gruppe ihren Medienaktivismus näher.


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Im Thüringer Landtag stand ein Gespräch mit der Grünen-Abgeordneten Astrid Rothe-Beinlich auf dem Programm.


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Der aus Somalien geflüchtete Aktivist Faysal teilte seine persönliche Geschichte mit der Gruppe.


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Der Erfurter Verein Spirit of Football stellte seine Arbeit vor.


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artikel/group picture Landtag.jpgDie Austauschgruppe zu Gast im Thüringer Landtag.

Das Projekt wird von Radio F.R.E.I., Arbeit und Leben Thüringen und der Youth Association DRONI mit Mitteln des Auswärtigen Amtes durchgeführt.

„IN MEDIA WE TRUST“ – ERSTES TREFFEN DES INTERNATIONALEN MEDIENPROJEKTES IN RUSTAVI/ GEORGIEN

Fake News, Social Bots, Filterblasen, Agenda Setting … Was heißt das eigentlich? Und was hat das mit Medienkompetenz zu tun? Diesen und vielen weiteren Fragen sind 20 ehren- und hauptamtliche Jugendarbeiter*innen und Journalist*innen aus Dänemark, der Tschechischen Republik, Montenegro, Armenien Georgien und Deutschland im Rahmen des Projektes „In Medie we trust?!“ auf den Grund gegangen.

Radio F.R.E.I. organisierte gemeinsam mit der georgischen Jugendorganisation DRONI einen Trainingskurs vom 20. bis zum 28. Oktober in Rustavi/ Georgien. Während dieser Woche wurde zunächst diskutiert, was Medienkompetenz eigentlich bedeutet und welche Bereiche Medienbildung umfasst. Ebenso fand ein reger Austausch zwischen den Teilnehmenden bezüglich der unterschiedlichen Medienlandschaften in ihren jeweiligen Herkunftsändern statt. Um einen Einblick in das Mediensystem und den Arbeitsalltag von Journalist*innen in Georgien zu bekommen, trafen sich die Teilnehmenden u.a. mit Marina Vashakmadze, der Chefin des georgischen Büros von Radio Free Europe/ Radio Liberty, und dem georgischen TV-Sender Rustavi 2. Auch neue Formen des Journalismus wurden gemeinsam mit Journalist*innen der investigativen Medienoprojekte Coda Story und Open Caucasus Media diskutiert. Wie man Falschmeldungen auf den Grund gehen kann, erklärten Vertreter*innen der Media Development Foundation.

Im Zentrum des Trainingskurses stand jedoch das Erproben und der Austausch von verschiedenen Methoden der Medienbildung. Praktisch anwenden können die Teilnehmer*innen dieses neue Wissen dann in der zweiten Phase des Projektes, die Anfang März 2018 in Form eines Jugendaustausches in Erfurt stattfinden wird.

Hier werden Jugendliche aus den verschiedenen am Projekt beteiligten Partnerorganisationen zusammenkommen. Die Teilnehmenden der ersten Phase werden dann die Planung und Durchführung der Begegnung maßgeblich mitgestalten und ihre Kenntnisse in praktische Arbeit umsetzen können.

Gefördert wird das Projekt „In Media we trust“ vom Erasmus+Programm der Europäischen Kommission.

 

PROJEKT VON RADIO F.R.E.I. UND MitMenschen E.V. GEWINNT BEIM KINDER- UND JUGENDPREIS THÜRINGEN

Das gemeinsame Radioprojekt von MitMenschen e.V., der Walter-Gropius-Schule und Radio F.R.E.I. erhielt einen Sonderpreis beim diesjährigen Kinder- und Jugendpreis der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen und der Paritätischen BuntStiftung.

Unter dem Motto „Es ist Deine Zukunft – Mitgestalten ist einfach“ wurden Projekte zum Thema Wahlen und Demokratie sowie Vorhaben ausgezeichnet, die Kindern und Jugendlichen gesellschaftliche Mitwirkung und Mitgestaltung ermöglichen.

Warum ist Demokratie wichtig? Was heißt Mitbestimmung für mich? Und wo kann ich eigentlich mitbestimmen?… All das sind Fragen, die sich 11 Schüler aus Syrien, Afghanistan und dem Iran der Walter-Gropius-Schule im Rahmen des Projektes „Demokratie aktiv erleben“ gestellt und in einer Radiosendung verhandelt haben. Hierzu haben sie sich selbst und Menschen auf der Straße befragt, was Demokratie eigentlich bedeutet. Außerdem haben sie sich Vertreter*innen verschiedener Projekte und Initiativen sowie des Stadtrates und des Stadtjugendrings getroffen, um Möglichkeiten des demokratischen und zivilgesellschaftlichen Engagement junger Menschen in Erfurt zu diskutieren.

Herausgekommen ist eine „eindrückliche und eindringliche Radiosendung“, wie die Jury den Sonderpreis begründet. „Das Projekt zeigt, dass die jungen Geflüchteten mitgestalten wollen und aktiv an ihrer neuen Lebenswelt teilnehmen wollen“, so Thomas Wagner in seiner Laudatio. „Die daraus mit Unterstützung von Radio F.R.E.I. entstandene Sendung zeigt, wie wichtig den jungen Menschen Demokratie und demokratische Erfahrungen sind,“ so Wagner.

Die einzelnen Radiobeiträge können noch einmal hier nachgehört werden.

3 HOCH 3 – EIN RADIOAUSTAUSCH MIT JUGENDLICHEN AUS SERBIEN, BOSNIEN-HERZEGOWINA UND DEUTSCHLAND

Vom 10. bis zum 17. September 2017 trafen sich insgesamt 30 Jugendliche aus Serbien, Bosnien-Herzegowina und Deutschland in Erfurt. Sie haben sich auf Spurensuche begeben, um die abstrakten Themenfelder Menschenrechte, Diskriminierung und Medien(partizipation) mit ihren Vorstellungen und Diskussionen zu füllen. Hierzu diskutierten die Teilnehmer*innen über verschiedene Formen von Diskriminierung und Möglichkeiten des zivilgesellschaftlichen Engagements, sprachen mit Expert*innen und Betroffenen und tauschten sich über die kulturelle, politische und mediale Situation in den drei Ländern aus. Aus all diesen Eindrücken und Erfahrungen haben die Teilnehmer*innen dann eigene Audiobeiträge erstellt, die ihr hier noch einmal nachhören und herunterladen könnt.

Zunächst wurden die Eindrücke des Jugendaustausches in einem Beitrag verarbeitet:

In einem weiteren Beitrag gingen die Teilnehmer*innen der Frage auf den Grund, was Diskriminierung eigentlich ist und in welchen Situationen sie evt. sogar selbst schon einmal diskriminiert wurden:

Der thematische Fokus dieser Begegnung lag auf Diskriminierungen aufgrund von religiöser Zugehörigkeit. Entsprechend stellten die Teilnehmer*innen den Erfurter*innen die Frage, inwiefern Religion und Kultur einander bedingen:

Ein aktueller und lokaler Fall vom Umgang der Mehrheitsgesellschaft mit (religiösen) Minderheiten ist der, der Ahmadiyya-Gemeinde in Erfurt. Ihr Wunsch, eine Gebetshaus in Erfurt-Marbach zu errichten, stieß auf heftige Gegenproteste, die nicht selten die Grenzen demokratischer Meinungsfreiheit überschritten. Doch bevor sich die Teilnehmer*innen mit diesem konkreten Fall von Islamfeindlichkeit befassten, interviewten sie zunächst Sabrina Schmidt zu muslimischen Leben und Islamfeindlichkeit in Deutschland:

Im Anschluss sprachen die Teilnehmer*innen selbstverständlich mit einem Vertreter der Ahmadiyya-Gemeinde:

Auch eine Journalistin von Radio F.R.E.I. kam zu Wort und schilderte ihre Eindrücke des öffentlichen und medialen Diskurses zu diesem Thema:

Schließlich wurde auch noch Sandro Witt vom DGB und dem Bündnis „Mitmenschlich in Thüringen“zu seiner Motivation, die Ahmadiyya-Gemeinde zu unterstützen, interviewt:

Da wir aber auch das Thema aus historischer Perspektive betrachten wollten, besuchten wir ebenso die Gedenkstätte Buchenwald – ein Ort, der auch über 70 Jahre nach den grausamen Verbrechen an der Menschheit von großer Bedeutung ist, wenn es darum geht aufzuzeigen, welche verheerenden Folgen Diskriminierung und Ausgrenzung haben kann.

Im kommenden Jahr wird es dann eine Rückbegegnung in Novi Sad (Serbien) und Sarajevo (BiH) geben.

Organisiert wird der Austausch von Arbeit und Leben Thüringen e.V. und Radio F.R.E.I., dem serbischen Jugendtheater „Kruška“ sowie dem bosnischen Medienprojekt „CKMD“.

Das Projekt wird gefördert im Programm EUROPEANS FOR PEACE der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ). Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Stiftung EVZ dar. Für inhaltliche Aussagen trägt der Autor die Verantwortung.

INTERNATIONALES WEITERBILDUNGSANGEBOT „IN MEDIA WE TRUST“

Radio F.R.E.I. organisiert gemeinsam mit der georgischen Jugendorganisation DRONI das internationale Austauschprojekt „In Media we trust?“. Unterstützt werden wir dabei von Partnerorganisation aus Dänemark, der Tschechischen Republik, Montenegro und Armenien. Mit diesem langfristigen Projekt wollen wir auf den dringenden Bedarf von Medienbildungsangeboten für Jugendarbeiter*innern, Lehrer*innen aber auch für Jugendliche selbst reagieren.

Denn gerade heute sind Medien einer der einflussreichsten Institutionen des öffentlichen Lebens. Erwachsene, Jugendliche und Kinder erlangen einen Großteil ihres Wissen über Geschehnisse in der Welt über die Medien. Begriffe wie Fake-News, Alternative Fakten, Filterblasen etc. sind aus dem öffentlichen Diskurs nicht mehr wegzudenken. Es verwundert also nicht, dass bei vielen Erwachsenen das Vertrauen in die Medienberichterstattung gesunken ist bzw. es für sie eine immer größere Herausforderung darstellt, Medieninhalte kritisch zu hinterfragen. Für Jugendliche ist dies besonders wichtig, da sie ihre Weltanschauung und ihr kritisches Denken erst entwickeln.

Das Austauschprojekt ist in zwei Phasen gegliedert. In der ersten Phase wird ein Weiterbildungskurs vom 20. bis zum 29. Oktober 2017 in Rustavi/ Georgien angeboten. Der Workshop richtet sich an Jugendarbeiter*innen, Jugendleiter*innen und Jugendbildner*innen. Erfahrungen im Bereich der Medienbildung werden hierbei nicht voraus gesetzt, allerdings sollte das Interesse bestehen, Medienbildung in die täglichen Arbeit einzubeziehen. In dem Seminars werden wir verschiedene Methoden, wie z.B.Diskussionen, Präsentationen und Rollenspiele erproben, die auch in der Arbeit mit Jugendlichen angewendet werden können. Ebenso wollen wir uns während dieser Weiterbildung mit Vertreter*innen verschiedener Medien in Georgiens Hauptstadt Tbilisi treffen und über aktuelle Entwicklungen in Georgien und den anderen am Austausch beteiligten Ländern diskutieren.

Die zweite Phase findet vom 01. bis zum 08. März 2018 in Form eines Jugendaustausches in Erfurt statt. Hier werden Jugendliche aus den verschiedenen am Projekt beteiligten Partnerorganisationen zusammenkommen. Teilnehmenden der ersten Phase werden dann an der Planung und Durchführung der Begegnung beteiligt werden und ihre Kenntnisse in praktische Arbeit umsetzen können.

Die Teilnahme an dem Weiterbildungsangebot ist kostenlos!

Interessierte können sich bis zum 30. September unter folgendem Link anmelden: https://goo.gl/forms/iSQl3yIbuxgmZfPr2

Alle wichtigen Infos, können noch mal im Infopack nachgelesen werden.
Bei Fragen, schreibt einfach eine Mail an uli.irrgang [ät] radio-frei.de

FLIGHT AND DISPLACEMENT – YOUNG PERSPECTIVES ON GLOBAL CHALLENGES

Radio F.R.E.I. plant derzeit einen Austausch mit jungen Menschen aus Georgien, Deutschland, Russland und der Ukraine. Unter dem Titel „Flight and Displacement – Young Perpsectives on Global Challenges“ treffen sich insgesamt 20 Teilnehmer*innen aus den vier oben genannten Ländern zu zwei Aktivitäten in Erfurt/Deutschland (November 2017) und Tbilisi/Georgien (Dezember 2017), um sich über ihre persönlichen Erfahrungen mit Migration und Vertreibung auszutauschen.

Zudem werden sie ein Training zu journalistischen Grundkenntnissen erhalten, denn das Ziel des Projekts ist, Geschichten zu sammeln und zu Medienprodukten zu verarbeiten (Audio und Video). Und das Beste – die Teilnahmekosten betragen gerade einmal 75 Euro.

Hier findet ihr noch mal alle relevanten Infos zu dem Projekt (Wer kann mitmachen?, Was sind die genauen Inhalte?, Wann und wo genau finden die Begegnungen statt? etc.): Call for Applications – Flight and Displacement

Online anmelden könnt ihr euch hier: https://docs.google.com/forms/d/1n8Zh8n85DT6jbTkxAMNiIvZboBdgOsxN9yHrj2PAxyI/viewform?edit_requested=true

3 hoch 3. Ein Austauschprojekt deutscher, serbischer und bosnischer Jugendlichen zu Menschenrechten, Glaube und Medien

Bosnien-Herzegowina und Serbien verbindet eine schmerzhafte gemeinsame Geschichte. Auch 20 Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs ist noch vieles nicht aufgearbeitet und noch viel mehr unausgesprochen. Doch die junge Generation, die erste Nachkriegsgeneration, lässt sich nicht mehr so leicht mit nationalistischer Propaganda umwerben. In beiden Ländern entwickelt sich eine „internationale“ Generation, die die Konflikte der Vergangenheit gerne überwinden möchte. Auch Deutschland nimmt in der leidvollen neuen Geschichte des Balkans eine besondere Rolle ein. Während des Krieges haben sich viele Menschen auf die Flucht gemacht und haben ein temporäres, manchmal auch ein dauerhaftes Zuhause in Deutschland gefunden. Gerade auch in Anbetracht der aktuellen Fluchtbewegung in Europa stehen die Gesellschaften Deutschlands, Bosnien-Herzegowinas und Serbiens vor unterschiedlichen Herausforderung. Während scheinbar in Bosnien-Herzegowina ein Nebeneinander von Christentum und Islam lange Tradition hat, vermischen sich in Deutschland Unsicherheit und Angst mit Populismus. Derzeit scheint es als seien Stimmen der Ablehnung, Ausgrenzung und des Hasses laut und allgegenwärtig – sowohl auf der Straße als auch in sozialen Medien. Jene Entwicklungen erfordern nicht nur eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Formen von Diskriminierung, sondern auch ein aktives Vorgehen dagegen.

In dem Austausch-Projekt begeben sich jeweils 10 junge Menschen aus Bosnien-Herzegowina, Serbien und Deutschland auf Spurensuche, um die abstrakten Themenfelder Menschenrechte, Diskriminierung und Medien(partizipation) mit ihren Vorstellungen und Diskussionen zu füllen. Hier zu werden die Teilnehmer*innen über verschiedenen Formen von Diskriminierung und Möglichkeiten des zivilgesellschaftlichen Engagements diskutieren, mit Expert*innen und Betroffenen sprechen und sich über die kulturelle, politische und mediale Situation in den drei Ländern austauschen. Aus all diesen Eindrücken und Erfahrungen produzieren die Teilnehmer*innen dann eigene Audiobeiträge, eine Theaterintervention und eine Webvideo-Serie.

Das erste Treffen findet vom 10. – 17. September 2017 in Erfurt statt. Im April 2018 werden dann die Begegnungen in Novi Sad (Serbien) und Sarajevo (Bosnien) durchgeführt. Die Teilnehmer*innen sollten zwischen 18 und 21 Jahre alt sein und Interesse an der Auseinandersetzung mit den Themen mitbringen. Es wird von den Teilnehmer*innen erwartet an allen drei Begegnungen in Erfurt, Novi Sad und Sarajevo teilzunehmen.

Organisiert wird der Austausch von Arbeit und Leben Thüringen e.V. und Radio F.R.E.I., dem serbischen Jugendtheater „Kruška“ sowie dem bosnischen Medienprojekt „CKMD“. Der Teilnahmebeitrag für alle drei Begegnungen beträgt insgesamt 150 €.

Wenn Du Interesse hast, dann schicke uns einen kurzen Video- oder Audioclip, ein Foto o.ä. (hier reichen auch Aufnahmen mit dem Smartphone), in dem Du deine Erfahrungen, Ideen und Assoziationen mit den Themen Menschenrechte und Diskriminierung aufgreifst. Außerdem möchten wir von Dir in maximal fünf Sätzen wissen, warum Du an diesem Projekt teilnehmen möchtest. Anmelden kannst Du dich bis zum 16.07.2017 per eMail an uli.irrgang@radio-frei.de.

Falls Du irgendwelche Fragen hast, dann schreib eine Mail an uli.irrgang@radio-frei.de.

 

Das Projekt wird gefördert im Programm EUROPEANS FOR PEACE der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ). Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Stiftung EVZ dar. Für inhaltliche Aussagen trägt der Autor die Verantwortung.

medienpädagische Kinder- und Jugendbildung mit dem Schwerpunkt "Demokratie und Partizipation" bei Radio F.R.E.I.